Spitzbuben Rezept wie bei Oma – Zart, mit Marmelade und Puderzucker
Spitzbuben gehören zu den Plätzchen, die auf keinem Weihnachtsteller fehlen dürfen. Sie sind zart, buttrig und in der Mitte leuchtet rote Marmelade durch ein kleines Loch. Wenn du dieses Spitzbuben Rezept einmal ausprobiert hast, wirst du es jedes Jahr wieder backen. Denn der Teig ist einfach, die Plätzchen sehen hübsch aus und der Duft aus dem Ofen erinnert sofort an Weihnachten bei Oma. Manche nennen diese Plätzchen auch Hildabrötchen, doch der Geschmack ist der gleiche: feiner Mürbeteig, fruchtige Füllung und eine feine Schicht Puderzucker obendrauf.

Warum du dieses Spitzbuben Rezept lieben wirst
Dieses Spitzbuben Rezept ist ideal für alle, die klassische Weihnachtsplätzchen lieben. Du brauchst keine besonderen Geräte, nur einen Ausstecher und ein kleines Loch in der Mitte. Der Teig lässt sich gut ausrollen, behält seine Form und wird im Ofen goldgelb. Außerdem kannst du die Marmelade wählen, die du am liebsten magst. Mit Johannisbeergelee, mit Himbeermarmelade oder mit Aprikosenmarmelade schmecken sie immer gut. Auch Kinder helfen gern beim Ausstechen und beim Bestäuben mit Puderzucker. So wird das Backen zu einem schönen Familienmoment in der Adventszeit.
Spitzbuben Rezept: Zeiten und Menge
Vorbereitung: 30 Minuten
Kühlzeit: 60 Minuten
Backzeit: 10 bis 12 Minuten pro Blech
Gesamtzeit: etwa 2 Stunden
Menge: etwa 20 gefüllte Plätzchen, also 40 Hälften
Schwierigkeit: einfach
Spitzbuben Rezept: Die Zutaten
Teig
- 300 g Weizenmehl, Type 405
- 100 g gemahlene Mandeln
- 200 g kalte Butter
- 100 g Zucker
- 1 Päckchen Vanillezucker
- 1 Eigelb, Größe M
- 1 Prise Salz
- Abrieb von einer halben Bio-Zitrone
Zum Füllen und Bestäuben
- 200 g Johannisbeergelee oder Himbeermarmelade
- Puderzucker zum Bestäuben

Spitzbuben Rezept: Die Zutaten im Detail
Die Butter ist die wichtigste Zutat für zarte Spitzbuben. Sie sollte kalt sein, denn nur dann wird der Mürbeteig schön mürbe. Schneide sie in kleine Stücke und knete sie schnell mit dem Mehl, den Mandeln und dem Zucker. Die Mandeln geben dem Teig seinen feinen Nussgeschmack und machen die Plätzchen besonders zart. Das Eigelb sorgt dafür, dass der Teig zusammenhält, ohne zäh zu werden. Die Zitronenschale ist optional, aber sie gibt den Plätzchen eine frische Note, die gut zur Marmelade passt. Wenn du den Teig zu lange knetest, wird er warm und klebrig. Deshalb knete ihn nur kurz, bis alles gerade verbunden ist, und lege ihn dann kalt.
Zubereitung – Schritt für Schritt
Schritt 1: Teig kneten und kalt stellen
Gib das Mehl, die gemahlenen Mandeln, den Zucker, den Vanillezucker und die Prise Salz in eine Schüssel. Füge die kalte Butter in Stücken, das Eigelb und den Zitronenabrieb dazu. Knete alles schnell mit den Händen oder mit dem Knethaken zu einem glatten Teig. Forme den Teig zu einer flachen Scheibe, wickle ihn in Frischhaltefolie und lege ihn für 60 Minuten in den Kühlschrank. So lässt er sich später gut ausrollen und die Plätzchen behalten ihre Form.
Schritt 2: Plätzchen ausstechen
Heize den Ofen auf 175 Grad Ober- und Unterhitze vor. Lege zwei Backbleche mit Backpapier aus. Rolle den Teig auf einer leicht bemehlten Fläche etwa 3 Millimeter dick aus. Steche nun runde Plätzchen aus, etwa 5 Zentimeter groß. Bei der Hälfte der Plätzchen stichst du in die Mitte ein kleines Loch aus, zum Beispiel ein Herz, einen Stern oder einen kleinen Kreis. Das sind die Deckel. Die anderen Plätzchen bleiben ganz, das sind die Böden. Lege alle Plätzchen mit etwas Abstand auf die Bleche.

Schritt 3: Backen und abkühlen lassen
Backe ein Blech nach dem anderen in der Mitte des Ofens. Die Backzeit beträgt 10 bis 12 Minuten. Die Plätzchen sind fertig, wenn die Ränder leicht goldgelb sind. Sie sollten in der Mitte noch hell bleiben. Nimm das Blech aus dem Ofen und lass die Plätzchen fünf Minuten darauf abkühlen. Danach lege sie vorsichtig auf ein Kuchengitter. Dort kühlen sie vollständig aus und werden fest. Brich sie nicht, solange sie noch warm sind, denn Mürbeteig ist dann sehr weich.

Schritt 4: Deckel mit Puderzucker bestäuben
Bestäube nur die Deckel, also die Plätzchen mit dem Loch, großzügig mit Puderzucker. Am besten geht das mit einem kleinen Sieb. Lege die Deckel auf ein Backpapier, damit der Puderzucker nicht überall landet. Die Böden bleiben ohne Puderzucker, denn sie bekommen gleich die Marmelade. So sieht man später den schönen Kontrast zwischen dem weißen Deckel und der roten Marmelade.
Schritt 5: Füllen und zusammensetzen
Rühre das Gelee oder die Marmelade glatt. Wenn sie sehr fest ist, erwärme sie kurz in einem kleinen Topf, aber koche sie nicht. Gib auf jeden Boden einen kleinen Klecks Marmelade, etwa einen Teelöffel. Verteile sie vorsichtig bis fast an den Rand. Lege nun einen Deckel darauf und drücke ihn ganz leicht an. Die Marmelade sollte in der Mitte durch das Loch zu sehen sein, aber nicht herausquellen. Lass die gefüllten Spitzbuben eine Stunde stehen, damit die Marmelade fest wird.
Spitzbuben Rezept: Tipps für besonders zarte Plätzchen
Damit deine Spitzbuben wirklich zart werden, beachte ein paar einfache Tipps. Erstens: Die Butter muss kalt sein, nicht weich. Zweitens: Knete den Teig nur kurz und lege ihn gut gekühlt aus. Drittens: Rolle den Teig nicht zu dick aus, sonst werden die Plätzchen hart. Viertens: Backe die Plätzchen nicht zu lange, sie werden auf dem Blech noch etwas fester. Fünftens: Fülle die Plätzchen erst, wenn sie vollständig kalt sind. So weicht der Boden nicht durch und die Plätzchen bleiben knusprig.
Variationen
Du kannst dieses Spitzbuben Rezept leicht abwandeln. Für Zitronen-Spitzbuben nimm den Abrieb einer ganzen Zitrone und fülle sie mit Zitronenmarmelade. Für bunte Weihnachtsplätzchen stichst du statt einem Kreis einen Stern oder ein Herz in die Deckel. So hast du mit einem Grundrezept viele verschiedene Plätzchen auf dem Teller.
Aufbewahrung
Spitzbuben halten sich in einer gut schließenden Dose etwa drei Wochen. Lege Backpapier zwischen die Schichten, damit die gefüllten Plätzchen nicht aneinander kleben. Bewahre die Dose kühl und trocken auf, aber nicht im Kühlschrank. Du kannst den Teig auch einfrieren. Forme ihn zu einer Scheibe, wickle ihn in Frischhaltefolie und friere ihn bis zu drei Monate ein. Zum Backen lässt du ihn im Kühlschrank auftauen und stichst ihn wie gewohnt aus. Gefüllte Spitzbuben solltest du nicht einfrieren, denn die Marmelade verändert sich beim Auftauen.
Häufige Fragen
Kann ich Spitzbuben auch ohne Mandeln backen?
Ja, das geht sehr gut. Ersetze die gemahlenen Mandeln einfach durch die gleiche Menge Mehl. Die Plätzchen schmecken dann etwas weniger nussig, aber immer noch zart und buttrig. Du kannst auch gemahlene Haselnüsse nehmen, wenn du sie lieber magst. Wichtig ist nur, dass die Gesamtmenge an trockenen Zutaten gleich bleibt.
Warum laufen meine Spitzbuben im Ofen auseinander?
Meistens war der Teig zu warm oder die Butter zu weich. Stelle das Blech mit den ausgestochenen Plätzchen zehn Minuten in den Kühlschrank, bevor du es in den Ofen schiebst. So behalten die Plätzchen ihre Form besser. Rolle den Teig außerdem nicht zu dünn aus und backe ihn nicht bei zu hoher Temperatur.
Kann ich Spitzbuben schon im November backen?
Ja, das geht sehr gut. Spitzbuben werden mit der Zeit sogar noch mürber und aromatischer. Backe sie am besten zwei bis drei Wochen vor Weihnachten und bewahre sie in einer Dose auf. Fülle sie aber erst kurz vor dem Servieren, wenn du sie besonders knusprig magst. So hast du in der Adventszeit weniger Stress und trotzdem frische Plätzchen.
Spitzbuben Rezept: Was tun, wenn der Teig reißt?
Manchmal reißt der Mürbeteig beim Ausrollen. Dann ist er meistens zu kalt oder zu trocken. Lass ihn ein paar Minuten bei Raumtemperatur liegen und knete ihn kurz mit den Händen warm. Wenn er immer noch reißt, gib einen Teelöffel kaltes Wasser dazu und knete ihn noch einmal kurz. Rolle den Teig zwischen zwei Lagen Backpapier aus, dann klebt er nicht fest und reißt weniger. Drücke Risse einfach mit den Fingern wieder zusammen, das sieht man nach dem Backen nicht mehr.
Spitzbuben Rezept: Backen mit Kindern
Spitzbuben sind auch ein schönes Rezept zum Backen mit Kindern. Kinder können beim Ausstechen helfen und beim Bestäuben mit Puderzucker zusehen. Ältere Kinder können die kleinen Löcher in die Deckel stechen und die Marmelade auf die Böden streichen. Beim Zusammensetzen sind Kinder besonders gern dabei, denn sie sehen sofort, wie aus zwei Hälften ein fertiges Plätzchen wird. Lass die Kinder einfach ausprobieren. Die Plätzchen müssen nicht perfekt aussehen. Wichtig ist, dass das Backen Spaß macht und schöne Erinnerungen entstehen. Wasche danach gemeinsam die Hände und probiert die ersten Spitzbuben, solange die Marmelade noch frisch ist.

Fazit
Dieses Spitzbuben Rezept ist einfach, klassisch und gelingt fast immer. Es ist zart, buttrig und perfekt für die Weihnachtsbäckerei. Probiere es aus, wähle deine Lieblingsmarmelade und genieße die Plätzchen mit einer Tasse Tee oder Kakao. Wenn du weitere Weihnachtsplätzchen suchst, probiere auch Zimtsterne und Vanillekipferl auf omasrezeptehub.com. Viel Freude beim Backen und eine schöne Adventszeit!
