Weihnachtsgebäck – Die besten Rezepte für die gemütliche Weihnachtszeit
Wenn es draußen kalt wird und der Duft von Zimt, Vanille und frisch gebackenen Keksen durch die Küche zieht, beginnt die schönste Zeit zum Backen. Weihnachtsgebäck gehört für viele Menschen einfach zur Adventszeit dazu. Ob klassische Butterplätzchen, knusprige Zimtsterne, würzige Lebkuchen oder süße Vanillekipferl – die Auswahl an weihnachtlichen Leckereien ist riesig.

Das Beste daran: Viele Rezepte sind einfach zuzubereiten und eignen sich wunderbar zum Backen mit Kindern, zum Verschenken oder für den bunten Weihnachtsteller. In diesem Beitrag findest du beliebte Weihnachtsgebäck-Rezepte, praktische Backtipps und Ideen für abwechslungsreiche Köstlichkeiten.
Was gehört zum klassischen Weihnachtsgebäck?
Weihnachtsgebäck umfasst viele süße Spezialitäten, die besonders in der Advents- und Weihnachtszeit gebacken werden. Typisch sind Plätzchen, Kekse, Lebkuchen, Hörnchen, Stollen und kleine Gewürzkuchen.
Besonders beliebt sind:
- Butterplätzchen: Zarte Kekse aus einfachem Mürbeteig.
- Vanillekipferl: Halbmondförmige Plätzchen mit Vanille und Mandeln.
- Zimtsterne: Aromatische Mandelplätzchen mit Zimt und Zuckerguss.
- Lebkuchen: Würziges Gebäck mit Honig und weihnachtlichen Gewürzen.
- Spritzgebäck: Knusprige Kekse, die mit einem Spritzbeutel oder Fleischwolf geformt werden.
- Kokosmakronen: Luftige, süße Makronen mit Kokosraspeln.
- Christstollen: Ein reichhaltiges Hefegebäck mit Trockenfrüchten und oft Mandeln.
Mit einer Mischung aus verschiedenen Sorten wird der Weihnachtsteller besonders abwechslungsreich.
1. Klassische Butterplätzchen
Butterplätzchen gehören zu den einfachsten und beliebtesten Weihnachtsgebäcken. Der Teig lässt sich gut ausrollen und mit verschiedenen Ausstechformen gestalten.
Zutaten für etwa 40 Plätzchen
- 300 g Weizenmehl
- 150 g kalte Butter
- 100 g Zucker
- 1 Ei
- 1 Päckchen Vanillezucker
- 1 Prise Salz
- Optional: Zitronenabrieb
Zubereitung
- Gib Mehl, Zucker, Vanillezucker und Salz in eine Schüssel.
- Schneide die kalte Butter in kleine Stücke und füge sie zusammen mit dem Ei hinzu.
- Verknete alles zügig zu einem glatten Mürbeteig.
- Forme den Teig zu einer flachen Scheibe, wickle ihn ein und stelle ihn für 30–60 Minuten kalt.
- Heize den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vor.
- Rolle den Teig etwa 3–5 mm dick aus und steche deine Lieblingsformen aus.
- Lege die Plätzchen auf ein mit Backpapier belegtes Blech und backe sie etwa 8–12 Minuten, bis die Ränder leicht goldgelb sind.
- Lass sie vollständig abkühlen und verziere sie nach Wunsch mit Schokolade oder Zuckerguss.
Tipp: Wenn der Teig beim Ausrollen zu weich wird, lege ihn noch einmal für einige Minuten in den Kühlschrank.
2. Zarte Vanillekipferl
Vanillekipferl sind für ihren feinen Mandelgeschmack und ihre zarte Konsistenz bekannt. Nach dem Backen werden sie traditionell in einer Mischung aus Puderzucker und Vanillezucker gewälzt.
Zutaten für etwa 35 Kipferl
- 250 g Mehl
- 200 g kalte Butter
- 100 g gemahlene Mandeln
- 80 g Zucker
- 1 Päckchen Vanillezucker
- 1 Prise Salz
Zum Wälzen
- 80 g Puderzucker
- 2 Päckchen Vanillezucker
Zubereitung
- Vermische Mehl, gemahlene Mandeln, Zucker, Vanillezucker und Salz.
- Gib die kalte Butter in kleinen Stücken dazu und verknete alles zu einem glatten Teig.
- Stelle den Teig etwa 30–60 Minuten kalt.
- Teile ihn in kleine Portionen und forme daraus dünne Rollen.
- Schneide die Rollen in gleich große Stücke und forme daraus kleine Hörnchen.
- Lege die Kipferl auf ein Backblech und backe sie bei 175 °C Ober-/Unterhitze etwa 10–14 Minuten.
- Vermische Puderzucker und Vanillezucker.
- Wälze die noch leicht warmen Kipferl vorsichtig darin und lasse sie anschließend vollständig auskühlen.
Tipp: Vanillekipferl sind sehr zerbrechlich, solange sie warm sind. Bewege sie deshalb vorsichtig vom Blech.

3. Weihnachtliche Zimtsterne
Zimtsterne sind ein echter Klassiker für alle, die Mandeln und winterliche Gewürze lieben. Sie kommen ohne Weizenmehl aus und erhalten ihre typische Oberfläche durch eine Schicht aus Eiweißglasur.
Zutaten für etwa 25 Sterne
- 250 g gemahlene Mandeln
- 100 g Puderzucker
- 1 Eiweiß
- 1 TL Zimt
- 1 TL Zitronensaft
Für die Glasur
- 1 Eiweiß
- 100 g Puderzucker
Zubereitung
- Schlage ein Eiweiß steif und lasse den Puderzucker langsam einrieseln.
- Nimm etwa zwei Esslöffel der Masse für die spätere Glasur ab.
- Hebe gemahlene Mandeln, Zimt und Zitronensaft unter die restliche Masse.
- Rolle den Teig zwischen zwei Lagen Backpapier etwa 5–7 mm dick aus.
- Steche Sterne aus und lege sie auf ein mit Backpapier belegtes Blech.
- Bestreiche die Sterne vorsichtig mit der zurückbehaltenen Glasur.
- Backe sie bei 140–150 °C Ober-/Unterhitze etwa 12–18 Minuten. Die Oberfläche soll möglichst hell bleiben.
Tipp: Zimtsterne sollen innen weich bleiben. Behalte sie während des Backens im Blick und passe die Zeit an deinen Backofen an.
4. Würzige Lebkuchen
Lebkuchen gehören zu den aromatischsten Sorten des Weihnachtsgebäcks. Honig, Nüsse und Gewürze sorgen für ihren unverwechselbaren Geschmack.
Zutaten für etwa 20 Stück
- 250 g Mehl
- 100 g Honig
- 80 g brauner Zucker
- 1 Ei
- 50 g gemahlene Haselnüsse
- 1 TL Lebkuchengewürz
- 1 TL Backpulver
- 1 EL Milch, falls nötig
Zum Verzieren
- 100 g Zartbitterschokolade oder Zuckerguss
- Gehackte Nüsse nach Wunsch
Zubereitung
- Verrühre Honig, Zucker und Ei in einer Schüssel.
- Mische Mehl, gemahlene Haselnüsse, Lebkuchengewürz und Backpulver.
- Gib die trockenen Zutaten zur Honigmischung und verknete alles zu einem weichen Teig. Falls nötig, füge etwas Milch hinzu.
- Stelle den Teig etwa 30 Minuten kalt.
- Rolle ihn auf einer leicht bemehlten Fläche aus und steche Formen aus.
- Backe die Lebkuchen bei 180 °C Ober-/Unterhitze etwa 10–15 Minuten.
- Lass sie abkühlen und überziehe sie nach Wunsch mit geschmolzener Schokolade oder Zuckerguss.
Tipp: Bewahre Lebkuchen in einer gut verschlossenen Dose auf. Viele Sorten entwickeln nach etwas Ruhezeit ein besonders rundes Aroma.
5. Knusprige Kokosmakronen
Kokosmakronen sind ideal, wenn du ein unkompliziertes Weihnachtsgebäck mit wenigen Zutaten suchst. Außen werden sie leicht goldbraun, während sie innen angenehm weich bleiben.
Zutaten für etwa 20 Makronen
- 200 g Kokosraspeln
- 150 g Zucker
- 3 Eiweiß
- 1 Päckchen Vanillezucker
- 1 Prise Salz
- Optional: Backoblaten

Zubereitung
- Heize den Backofen auf 160 °C Ober-/Unterhitze vor.
- Schlage die Eiweiße mit einer Prise Salz steif.
- Lasse den Zucker und Vanillezucker langsam einrieseln.
- Hebe die Kokosraspeln vorsichtig unter.
- Setze kleine Häufchen mit zwei Teelöffeln auf ein mit Backpapier belegtes Blech oder auf Backoblaten.
- Backe die Makronen etwa 15–20 Minuten, bis die Spitzen leicht goldbraun sind.
- Lass sie auf dem Blech etwas abkühlen, bevor du sie vorsichtig herunterhebst.
Tipp: Für eine schokoladige Variante kannst du die abgekühlten Makronen teilweise in geschmolzene Zartbitterschokolade tauchen.
6. Klassisches Spritzgebäck
Spritzgebäck ist ein beliebtes Weihnachtsgebäck mit zartem, buttrigem Geschmack. Die typischen Formen entstehen durch einen Spritzbeutel mit großer Sterntülle oder einen Fleischwolf mit Gebäckaufsatz.
Zutaten für etwa 30 Stück
- 250 g weiche Butter
- 150 g Zucker
- 1 Ei
- 350 g Mehl
- 1 Päckchen Vanillezucker
- 1 Prise Salz
Zubereitung
- Schlage Butter, Zucker und Vanillezucker cremig.
- Rühre das Ei unter.
- Gib Mehl und Salz dazu und vermische alles zu einem weichen Teig.
- Fülle den Teig in einen Spritzbeutel mit stabiler Tülle.
- Spritze kleine Ringe, Stangen oder S-Formen auf ein Backblech.
- Backe das Gebäck bei 180 °C Ober-/Unterhitze etwa 10–14 Minuten.
- Lass die Kekse abkühlen und tauche die Enden nach Wunsch in Schokolade.
Tipp: Wenn der Teig zu fest zum Spritzen ist, lass ihn kurz bei Raumtemperatur stehen. Er sollte formbar sein, aber nicht auseinanderlaufen.
7. Schokoladen-Weihnachtsplätzchen
Für Schokoladenliebhaber sind Kakaoplätzchen eine köstliche Ergänzung zum klassischen Weihnachtsgebäck. Sie passen gut zu Kaffee, Tee und heißer Schokolade.
Zutaten für etwa 30 Plätzchen
- 250 g Mehl
- 150 g Butter
- 100 g Zucker
- 30 g ungesüßtes Kakaopulver
- 1 Ei
- 1 Päckchen Vanillezucker
- 1 Prise Salz
Zubereitung
- Vermische Mehl, Kakaopulver, Zucker, Vanillezucker und Salz.
- Gib Butter und Ei dazu und verknete alles zu einem glatten Teig.
- Kühle den Teig etwa 30 Minuten.
- Rolle ihn aus und steche kleine Formen aus oder forme Kugeln, die du leicht flach drückst.
- Backe die Plätzchen bei 180 °C Ober-/Unterhitze etwa 8–12 Minuten.
- Lass sie vollständig abkühlen und verziere sie mit Schokolade oder Puderzucker.
Tipp: Eine Prise Zimt oder etwas fein geriebene Orangenschale verleiht den Schokoladenplätzchen eine besonders weihnachtliche Note.

Welche Zutaten braucht man für Weihnachtsgebäck?
Viele klassische Rezepte verwenden ähnliche Grundzutaten. Mit einer gut sortierten Vorratskammer kannst du deshalb mehrere Sorten backen, ohne für jedes Rezept vollständig neu einkaufen zu müssen.
- Mehl
- Butter
- Zucker und Puderzucker
- Eier
- Vanillezucker
- Gemahlene Mandeln oder Haselnüsse
- Kokosraspeln
- Honig
- Backpulver
- Zimt und Lebkuchengewürz
- Zitronen
- Schokolade oder Kuvertüre
- Backoblaten und Zuckerstreusel nach Wunsch
Achte beim Einkauf auf die Zutatenlisten, wenn du für Menschen mit Allergien oder besonderen Ernährungsbedürfnissen backst.
Tipps für perfektes Weihnachtsgebäck
Teig ausreichend kühlen: Mürbeteig lässt sich besser verarbeiten, wenn er vor dem Ausrollen im Kühlschrank ruht.
Mehl sparsam verwenden: Zu viel Mehl beim Ausrollen kann Plätzchen trocken machen. Nutze nur so viel, wie du wirklich benötigst.
Ähnliche Größen backen: Wenn die Plätzchen auf einem Blech ungefähr gleich groß und dick sind, werden sie gleichmäßiger gar.
Backofen im Blick behalten: Schon wenige zusätzliche Minuten können empfindliches Gebäck zu dunkel werden lassen.
Plätzchen vollständig abkühlen lassen: Bewahre das Gebäck erst dann in Dosen auf, wenn es ganz abgekühlt ist. So vermeidest du unnötige Feuchtigkeit.
Sorten getrennt lagern: Knusprige Kekse und weiche Lebkuchen bewahrst du am besten in getrennten Dosen auf, damit sich ihre Konsistenzen nicht verändern.
Wie lange ist Weihnachtsgebäck haltbar?
Die Haltbarkeit hängt von den Zutaten, dem Feuchtigkeitsgehalt und der Lagerung ab.
- Butterplätzchen: Bei trockener, luftdichter Lagerung oft etwa zwei bis drei Wochen.
- Vanillekipferl: Häufig zwei bis drei Wochen, wenn sie trocken und gut verschlossen aufbewahrt werden.
- Lebkuchen: Viele Sorten halten sich mehrere Wochen und können mit der Zeit aromatischer werden.
- Kokosmakronen: Wegen ihrer weicheren Konsistenz eher innerhalb von ein bis zwei Wochen genießen.
- Gebäck mit Cremefüllung: Kühl lagern und deutlich schneller verbrauchen.
Diese Zeitangaben sind Richtwerte. Prüfe das Gebäck vor dem Verzehr und lagere Sorten mit empfindlichen oder feuchten Zutaten entsprechend den Anforderungen dieser Zutaten.
Weihnachtsgebäck zum Verschenken
Selbst gebackenes Weihnachtsgebäck ist eine liebevolle Geschenkidee für Familie, Freunde, Nachbarn und Kollegen. Besonders schön wirkt eine Mischung aus verschiedenen Formen und Geschmacksrichtungen.
Fülle die vollständig abgekühlten Plätzchen in eine dekorative Keksdose, einen Karton mit Backpapier oder ein sauberes Schraubglas. Kleine Etiketten mit den Gebäcksorten und den wichtigsten Zutaten machen das Geschenk persönlicher.
Wenn du Gebäck verschenkst, kennzeichne Zutaten wie Nüsse, Eier, Milch und Gluten, damit Menschen mit Allergien die Auswahl besser einschätzen können.
Häufig gestellte Fragen zu Weihnachtsgebäck
Welches Weihnachtsgebäck ist am einfachsten?
Butterplätzchen sind besonders einfach, weil sie nur wenige Grundzutaten benötigen. Auch Kokosmakronen sind unkompliziert und eignen sich gut für Backanfänger.
Wann sollte man Weihnachtsgebäck backen?
Viele Sorten kannst du bereits einige Wochen vor Weihnachten backen. Frisch schmeckende und empfindliche Sorten wie Kokosmakronen bereitest du besser später zu. Plane die Backzeit nach der jeweiligen Haltbarkeit.
Warum wird mein Weihnachtsgebäck zu hart?
Häufig liegt es an einer zu langen Backzeit, zu viel Mehl oder einem zu stark ausgebackenen Teig. Halte dich an die angegebene Dicke und nimm die Plätzchen heraus, sobald sie fertig sind.
Kann man Weihnachtsgebäck einfrieren?
Viele ungefüllte Kekse und Mürbeteigplätzchen lassen sich gut einfrieren. Verpacke sie luftdicht und lasse sie nach dem Auftauen in der Verpackung auf Zimmertemperatur kommen, damit sich möglichst wenig Kondenswasser bildet.
Welche Gewürze passen zu Weihnachtsgebäck?
Besonders beliebt sind Zimt, Vanille, Kardamom, Nelken, Anis, Ingwer und Muskat. Lebkuchengewürz kombiniert mehrere typische Weihnachtsaromen und eignet sich für viele Rezepte.
Fazit: Weihnachtsgebäck für jeden Geschmack
Weihnachtsgebäck bringt Abwechslung und gemütliche Stimmung in die Adventszeit. Von klassischen Butterplätzchen über zarte Vanillekipferl und aromatische Zimtsterne bis hin zu Lebkuchen, Kokosmakronen und Schokoladenkeksen ist für jeden Geschmack etwas dabei.

Mit einfachen Zutaten, etwas Vorbereitung und den richtigen Backtipps kannst du eine köstliche Auswahl für den Weihnachtsteller zaubern. Backe mehrere Sorten, probiere neue Geschmacksrichtungen aus und verschenke deine selbst gemachten Leckereien an Menschen, denen du eine Freude machen möchtest.
